Mittwoch, 29. Juni 2016

Rezension - Rebels in the sand

Autor: Alwyn Hamilton 
Titel: Rebels in the Sand 
Erschienen: März 2016 
Kaufen: Amazon 
Inhalt:She’s more gunpowder than girl—and the fate of the desert lies in her hands.
Mortals rule the desert nation of Miraji, but mystical beasts still roam the wild and barren wastes, and rumor has it that somewhere, djinni still practice their magic. But there's nothing mystical or magical about Dustwalk, the dead-end town that Amani can't wait to escape from.
Destined to wind up "wed or dead," Amani’s counting on her sharpshooting skills to get her out of Dustwalk. When she meets Jin, a mysterious and devastatingly handsome foreigner, in a shooting contest, she figures he’s the perfect escape route. But in all her years spent dreaming of leaving home, she never imagined she'd gallop away on a mythical horse, fleeing the murderous Sultan's army, with a fugitive who's wanted for treason. And she'd never have predicted she'd fall in love with him... or that he'd help her unlock the powerful truth of who she really is.
 


Meinung 
Das Buch fängt mitten im Geschehen an, ohne dass dem Leser viele Informationen gegeben werden. Trotzdem ist es sehr leicht zu verstehen und man ist schnell im Geschehen drinnen. Das zieht sich durch das gesamte Buch, dem Leser werden immer nur dann relevante Informationen zur Geschichte gegeben wenn es die Handlung gerade verlangt. Ich persönlich finde das sehr angenehm, da es dadurch keine elendig langen Absätze gibt, die ich am liebsten alle überspringen würde. Das führt auch dazu, dass die Geschichte sehr schnell zu ende gelesen ist, nach ein paar Stunden war ich fertig. 

Die Handlung selbst verläuft in einem sehr schnellen Tempo, manchmal sogar zu schnell. Teilweise schließen die Kapitel direkt aneinander an aber es gab einige Stellen im Buch an denen Tage vergangen sind ehe die Handlung wieder einsetzt. Das ist nicht unbedingt störend, aber teils braucht es dennoch ein wenig Zeit bis ich mich wieder im Geschehen zurecht gefunden habe und wusste was unserer Protagonistin gerade geschieht. 

Ich muss gestehen, dass ich nicht immer wusste wie genau ich mir die beschriebene Welt vorstellen soll. Das Buch ist ein Mix aus wilder Westen und mittlerer Osten. Eine Mischung die mir selbst noch nie begegnet ist. Das Zusammenspiel hat aber im großen und ganzen wirklich gut funktioniert, auch wenn es einige Stelle gab in welchen die beiden Welten nicht zusammen gepasst haben. Das soll euch aber auf einen Fall vom Lesen des Buches abhalten ;) 

Am Ende der Geschichte schlagen die Geschehnisse einen Weg ein, den ich mir nicht erwartet hätte. Ohne euch zu spoilern verrate ich nur so viel: Ein wahrer Plot Twist ist es zwar nicht, aber die Autorin hat gegen Ende noch eine Überraschungen parat. 
Die letzten paar Seiten waren dann mit Action gefüllt, die ich mir von Anfang an erwartet hätte!
Die Protagonistin Amani ist eigentlich ziemlich unscheinbar. Mir fällt es schwer ihren Charakter in Worte zu fassen, da sie für mich nicht wirklich eine Persönlichkeit hatte bzw. sich nicht wirklich von anderen Protagonistinnen aus Büchern dieser Art unterscheidet. Trotzdem konnte ich die meisten ihrer Handlungen verstehen und nachvollziehen. In mancher Hinsicht hat sie etwas kindisch gewirkt, aber das hat mich ehrlich gesagt nicht weiter gestört. 

Jin, das männliche Gegenstück zu unserer Protagonistin, hat genau wie sie selbst auch keine bemerkenswerte Persönlichkeit. Mir hat die Chemie zwischen den Beiden gefehlt. Sie mussten miteinander fliehen, also blieb ihnen wohl auch nichts anderes übrig als ein Interesse füreinander zu entwickeln. Es hatte mehr den Anschein nach "na gut, jetzt sind wir beide da also warum nicht?" Der Funke hat gefehlt. 

Schreibstil 
Der Schreibstil war sehr angenehm, das Buch wird ausschließlich aus der Perspektive der Protagonistin geschrieben, ich dachte anfangs, dass die Autorin vielleicht auch das ein oder andere Kapitel aus der Sicht des männlichen Charakters erzählt, aber dem war nicht so. 

Das Buch ist sehr einfach und flüssig geschrieben und die Handlung kann immer sehr gut verstanden werden.
Die Autorin hat auf lange Beschreibungen der Umgebung verzichtet, das finde ich einerseits schade, da es für mich an manchen Stellen schwer war mir ein Bild zu machen. Aber andererseits war es auch ziemlich angenehm, da manchmal zu lange Beschreibungen den Lesefluss stören können. 

Aufmachung 
Das Cover gefällt mir sehr gut und ist mir in der Buchhandlung sofort ins Auge gesprungen. Ich finde das Farbspiel wirklich sehr schön und auch die Abbildung selbst sind nicht nur passend für die Geschichte, sondern sieht auch wirklich gut aus.
Auch der Titel spiegelt den Inhalt des Buches sehr gut wieder, der Verlag hat sich eindeutig Mühe gegeben, das Buch so ansprechend wie möglich zu gestalten. 


Fazit
Das Buch hat auf jeden Fall einige Elemente, die mir sehr gut gefallen haben, aber auch welche mit denen ich mich nicht so ganz anfreunden kann. Die Autorin hat sich auf jeden Fall eine sehr interessante Geschichte ausgedacht, die ich in dieser Form noch nie gelesen habe. 
Es gibt einige Lücken, die hoffentlich in den nächsten beiden Teilen gefüllt werden, ich glaube die Geschichte kann im Laufe der Trilogie richtig Schwung annehmen und wird auf jeden Fall vielen von euch gefallen.