Mittwoch, 8. Juni 2016

Rezension - Noah und Echo. Liebe kennt keine Genzen

Autor: Katie McGarry
Titel: Noah und Echo. Liebe kennt keine Grenzen
OT: Pushing the limits
Erschienen: April 2013
Kaufen: Amazon 
Inhalt: Früher gehörte Echo zu den beliebtesten Mädchen ihrer Schule. Doch eine Nacht, an die sie sich nicht erinnern kann, hat alles verändert. Um herauszufinden, was in jener Nacht wirklich passiert ist, braucht Echo Informationen aus ihrer Therapieakte. Dabei hilft ihr ausgerechnet Noah, der bad boy der Schule. Nicht ahnend, was die Wahrheit bringen wird, verlieben sich die beiden leidenschaftlich ineinander.
Große Gefühle und knisternde Erotik mit einem hinreißenden Helden, ein Aufrührer, Rebell und Traummann.

Meinung 
(Zuerst muss ich anmerken, dass ich bis zum Verfassen der Rezension nicht mal wusste, dass es auch auf Deutsch erschienen ist. Die gesamte Rezension bezieht sich auf die englische Version.)
Das ist eines der Bücher das ich seit dem es erschienen ist immer wieder online gesehen aber nie bestellt hab! Der einfache Grund dafür ist das Cover. Ich gestehe: Ich lasse mich viel zu oft von dem Cover eines Buches beeinflussen, vor allem wenn es so aussieht wie das von diesem Roman. Bei Noah und Echo - Liebe kennt keine Grenzen bereue ich echt mich so von dem Cover beeinflussen zu lassen, das Buch hat mich wirklich sehr positiv überrascht! 

Das Buch wird aus 2 Perspektiven erzählt, wobei es immer ein Kapitel abwechselnd aus Noahs und Echos Sicht gibt. Normalerweise mag ich solche Bücher nicht,  aber ich diesem trotzdem eine Chance geben. Ich bin dann auch ziemlich schnell hineingekommen und habe das Buch innerhalb weniger Stunden fertiggelesen. McGarry hat die Perspektivenwechsel immer an genau der richtigen Stelle gemacht so war der Lesefluss sehr flüssig und angenehm.
 
Die beiden Protagonisten, Echo und Noah, haben von Anfang an eine sehr gute Chemie, ihre Beziehung entwickelt sich sehr natürlich was mich gefreut hat! Es war keine Liebe auf den ersten Blick a la Romeo und Julia, sie fühlen sich anfangs zueinander hingezogen, dies entwickelt sich dann mit der Zeit in eine Beziehung! Die Autorin hat das wirklich sehr schön geschrieben. 
Die Beiden haben ihre eigenen Probleme, die sie gemeinsam bewältigen können, daher beschließen sie, gegen jede Art der Logik, einander zu helfen. Je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto stärker fühlen sie sich zueinander hingezogen. Ich war erleichtert darüber, dass nicht sofort von der großen Liebe die Rede war.

Der Teil der Geschichte der mich  enttäuscht hat waren die "besten" Freundinnen der Protagonistin. Echo hat etwas unglaublich schreckliches erlebt, auch einige Zeit später ist sie immer davon geprägt und trägt Narben, sowohl innerlich als auch äußerlich, mit sich. Ihre Freundinnen sagen zwar, dass sie Verständnis haben, wirklichen gemerkt habe ich das beim Lesen des Buches aber nicht.
Ihre Freundinnen wollen, dass alles wieder "normal" ist, spricht Echo soll sich nicht so anstellen und wieder so sein wie früher. Während des Lesens weiß man zwar nicht was mit ihr geschehen ist, aber dass es schrecklich sein musste ist wohl ein jedem klar. Außer wohl ihren Freundinnen, diese wollen, dass sie alles hinter sich lässt und sich wieder so verhält wie früher, was natürlich nicht möglich ist! Wie denn auch, wenn Echo nicht einmal selbst genau weiß was mit ihr geschehen ist.

Leider scheint es in Jugendbüchern oft solche Freunde zu geben, die zwar so tun als wären sie besorgt im Endeffekt aber nur an ihr eigenes Wohlergeben denken.

Der Schreibstil war sehr angenehm, die Autorin hat den beiden Protagonisten eine eigene Art zu reden gegeben, was durch den Schreibstil sehr gut ausgedrückt wurde. Noah flucht um einiges mehr als Echo, sehr viel mehr, aber das ist nicht der einzige Unterschied was die Stimme der beiden betrifft! McGarry hat geschafft was schon viele Autoren versucht haben, die meisten sind dabei kläglich gescheitert! 
 
Aufmachung 
Wie bereits weiter oben erwähnt hat mich das Cover sehr lange davon abgehalten das Buch zu lesen. Meine Meinung dazu wird sich wohl nie ändern, dieses Buch ist eines von denen, die ich am liebsten in der Öffentlichkeit einpacken möchte, damit meine Mitmenschen das kitschige Cover nicht sehen. Zumindest bei der englischen Version, das deutsche Cover gefällt mir eigentlich wirklich sehr gut, obwohl es nicht unbedingt den Inhalt der Geschichte widerspiegelt.
Zwischen dem Originaltitel und der Geschichte erkennt man im ersten Moment keinen direkten Zusammenhang. Als ich aber die letzte Seite gelesen und nochmals über die Geschichte nachgedacht habe, wurde mir klar wieso die Autorin/ der Verlag den Titel gewählt hat. Im Gegenzug dazu ist der deutsche Titel Kitsch pur.


Fazit
Ich war von dem Buch sehr positiv überrascht, man sollte ein Buch nun mal nicht nach seinem Cover beurteilen, das habe ich hier erneut gelernt! Der Roman ist ziemlich schnell durchgelesen und beantwortet alle offenen Fragen, die man als Leser im Laufe der Geschichte stellt. Die Autorin gibt nicht allzu viel Informationen auf einmal Preis und auch die Protagonistin muss erstmals einiges über sich selbst lernen, doch am Schluss klärt sich alles sehr schön auf, das Ende ist wirklich zufriedenstellend. Dennoch hat es leider nicht für 5 Sterne gereicht, daher