Mittwoch, 4. Mai 2016

Rezension - Shadows

Autor: Paula Weston
Titel: Shadows 
Erschienen:
Kaufen: Amazon 
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Inhalt: It’s almost a year since Gaby Winters was in the car crash that killed her twin brother, Jude. Her body has healed in the sunshine of Pandanus Beach, but her grief is raw and constant. It doesn’t help that every night in her dreams she kills demons and other hell-spawn.

And then Rafa comes to town. Not only does he look exactly like the guy who’s been appearing in Gaby’s dreams—he claims a history with her brother that makes no sense. Gaby is forced to accept that what she thought she knew about herself and her life is only a shadow of the truth—and that the truth is more likely to be found in the shadows of her nightmares.
Who is Rafa? Who are the Rephaim? And most importantly, who can she trust?

Meinung 
Um ehrlich zu sein habe ich angefangen das Buch zu lesen in der Annahme, dass es mir nicht gefallen wird und es bald wieder in meinem Bücherregal verstauben wird! Im Endeffekt war ich positiv überrascht, es ist zwar nicht eines der besten Bücher, aber dennoch war es eine gut geschriebene Geschichte, die schnell zu Ende gelesen ist und genau die richtige Anzahl an Fragen offen lässt um Neugier für die nächsten Bände zu schaffen. 

Inhalt 
Es war wohl die Inhaltsangabe, die mich stutzig gemacht hat denn bevor ich das Buch gekauft habe habe ich noch nie etwas davon gehört, und das obwohl fast alle Rezensionen online nur positiv ausfallen und die meisten absolut begeistert von der Geschichte sind. 

Ganz nachvollziehen kann ich diese Begeisterung jedoch nicht! Es stimmt schon, dass das Buch wirklich gut war und ich kann auch verstehen wieso es für manche zum Lieblingsbuch geworden ist, andererseits kann ich auch verstehen, dass da Buch nicht einen allzu großen Hype hat wie jene Bücher die uns in den Sinn kommen wenn wir an Jugendromane denken. Jeder wird wohl an verschiedene denken, aber die meisten werden doch gleich sein. 

Was mir besonders an der Geschichte gefehlt hat sind die inneren Gedankengänge der Protagonistin, zwar wird hie und da erwähnt wie sie sich gerade fühlt, es gibt auch teils längere Passagen die ihre Trauer über den Tod ihres Bruders beschreiben, aber so wirklich in ihre Gefühle konnte ich mich nicht einleben. Die Autorin hat weniger auf die inneren Gefühle der Protagonistin gesetzt als auf ihre Handlungen, das hat dazu geführt, dass ich einige dieser nicht nachvollziehen konnte, da eine Erklärung gefehlt hat. Für manche mag das zwar angenehm zu Lesen sein, teilweise passt es auch gut zu Geschichten, auch ich bin manchmal froh darüber nicht immer seitenlange erklärungen darüber zu lesen wieso die Protagonistin nun wütend oder traurig oder was auch immer ist. Aber in dieser Geschichte hat es eindeutig gefehlt, das hat dazu geführt, dass Gaby manchmal ziemlich gefühllos gewirkt hat, auch wenn sie im Prinzip das genau Gegenteil davon ist. 

Ziemlich bald am Anfang der Geschichte wird dem Leser klar um was es gehen wird, trotzdem bleiben bis zum Schluss einige Fragen offen, was vor allem daher kommt, dass die Protagonistin keine Ahnung darüber hat wer oder was sie tatsächlich ist und die Menschen, die ihr diese Fragen beantworten können lassen sie ahnungslos im Dunkeln herumtapseln. Ich hatte anfangs die Befürchtung, dass die Autorin zu viel preisgeben wird und ich mir schon nach den ersten paar Seiten denken konnte wohin das Buch führt, dem war glücklicherweise nicht so, denn schon bald wurde klar, dass wir Leser genau wie die Protagonistin einige Zeit im Dunkeln tapseln werden.

Schreibweise 
Der Schreibstil war recht angenehm, die Sätze waren ziemlich kurz gehalten, was mich normalerweise stören würde, aber die Autorin hat es geschafft den Lesefluss trotzdem am Leben zu erhalten.
Durch das "Fehlen" der Beschreibung der Gefühle passiert der meiste mittels Dialoge, denn auch Erzählungen von außenstehenden Dingen fehlen in dem Buch. Auch die Dialoge sind knapp und knackig gehalten, übermitteln aber alles notwendige und die Handlung kann trotzdem gut verstanden werden.
Das ist eines der Bücher
, welches ich jemandem empfehlen würde, der sich nicht ganz sicher ist englische Bücher zu lesen, für einen absoluten Anfänger ist es auf jeden Fall zu schwer, aber jeder der in der Schule "normales" Englisch gelernt hat wird der Geschichte auf jeden Fall folgen können! 

Charaktere
Gaby ist eine der wenigen Protagonistinnen die ich von Anfang an leiden konnte! Das kommt selten vor und hat auch nicht immer Gründe, auch bei diesem Buch kann ich es nicht wirklich erklären, alles was ich euch sagen kann ist,  dass ich sie mochte! 
Raffa  abgesehen von seinem schrecklichen Namen ist er ein männlicher Protagonist den wir aus vielen anderen Jugendbüchern auch kennen. Nichts zeichnet ihn zu etwas Besonderem aus und er erinnert an all die anderen schlecht gelaunten, sarkastischen, mysteriösen und eingebildeten Protagonistin die wir alle kennen und manchmal lieben, manchma hassen. 

Cover
Das Cover ist weder herausragend gut, noch ist es besonders schlecht! Es passt gut zur Geschichte und lockt im Buchladen bestimmt die Aufmerksamkeit mancher Leser auf sich, genauso gut kann es jedoch auch in der Jugendabteilung untergehen, da es nichts hat was es von anderen Büchern unterscheidet! 

Fazit 
Auch wenn mir das Buch gut gefallen hat bin ich mir nicht sicher, ob ich auch die nächsten Teile lesen werde, vielleicht werde ich sie irgendwann einmal kaufen wenn ich sie im Abverkauf sehe! Leider bin ich aber nicht gerade hektisch am Onlineshoppen, da ich unbedingt wissen muss wie die Geschichte von Gabby und den anderen weitergeht! Wie gesagt: Vielleicht irgendwann...
Trotzdem würde ich das Buch jeden empfehlen, der die ein oder andere Geschichte über Engel und Dämonen gerne liest und für ein paar Stunden Ablenkung oder Unterhaltung sucht.