Samstag, 23. April 2016

Rezension - The Forsaken

Autor: Lisa M. Stasse
Titel: The Forsaken
Erschienen: 2012
Kaufen: Amazon
Inhalt: As an obedient orphan of the U.N.A. (the super-country that was once Mexico, the U.S., and Canada), Alenna learned at an early age to blend in and be quiet—having your parents taken by the police will do that to a girl. But Alenna can’t help but stand out when she fails a test that all sixteen-year-olds have to take: The test says she has a high capacity for brutal violence, and so she is sent to The Wheel, an island where all would-be criminals end up.

The life expectancy of prisoners on The Wheel is just two years, but with dirty, violent, and chaotic conditions, the time seems a lot longer as Alenna is forced to deal with civil wars for land ownership and machines that snatch kids out of their makeshift homes. Desperate, she and the other prisoners concoct a potentially fatal plan to flee the island. Survival may seem impossible, but Alenna is determined to achieve it anyway.
  
Meinung
Ich habe noch nie von dem Buch gehört, was mich wundert, da es fast nur gute Rezensionen online hat! Ich habe es für ein paar (wenige) Euro auf Medimops gesehen und musste es bestellen, das Cover hat mir einfach zu sehr gefallen und auch der Inhalt klang sehr vielversprechend.

Inhalt
Die Geschichte war wirklich von Anfang bis Ende Action pur, so viel Spannung ist mir selten in Büchern begegnet! Die Protagonistin muss von Anfang an um ihr Leben kämpfen, ohne wirklich zu wissen wer Feind und Freund ist.
Als Leser erfährt man anfangs leider ziemlich wenig über das Leben auf der Insel, was vor allem daher kommt, dass auch die Protagonistin alles erst im Laufe der Geschichte lernt. Den Lesefluss hat das zwar nicht gestört, dennoch wäre es mir lieber gewesen mehr Informationen zu bekommen.
Die obligatorische Liebesgeschichte war meiner Meinung nach nicht nachvollziehbar, die Protagonistin fühlt sich zum männlichen Charakter hingezogen ohne ihn überhaupt gesehen zu haben! Auch wenn es am Ende eine Art Erklärung für deren Liebe gibt, war das finde ich nicht ausreichend und die Beziehung der beiden wirkte nicht natürlich.
Während des Lesens hat mich das Buch sehr stark an andere Geschichten des Genres erinnert, vor allem an The Maze Runner, Hunger Games und Divergent haben eine große Ähnlichkeit zu The Forsaken. Trotzdem bringt das Buch einige neue Ideen mit sich, die mich sehr überzeugt und so die Geschichte doch zu etwas Neuen gemacht haben.

Schreibstil
Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig, die Autorin weiß wie sie Szenen sehr gut mit Hilfe von Sprache inszeniert und kann somit sehr viel Spannung aufbauen.
Gestört hat mich jedoch, dass die Charaktere teilweise eine sehr kindliche Art haben miteinander zu reden. Obwohl die Geschichte selbst sehr "erwachsen" geschrieben ist, hat die Autorin einen anderen Schreibstil bei Dialogen. Ich persönlich fand die Dialoge zwar nicht gut, aber die unterschiedlichen Schreibstile verleihen der Geschichte auch etwas Besonderes.

Personen
Alenna, die Protagonistin hat zwar keine besonderen Merkmale die sie von anderen Protagonistinnen von Geschichten gleicher Art unterscheidet, ich konnte sie aber leiden und (fast) all ihre Handlungen und Entscheidungen nachvollziehen.
Gayda, die sich ziemlich bald zur BFF der Protagonistin entwickelt war mir von Anfang an extrem unsympathisch, ich hätte nichts dagegen gehabt wenn sie stirbt ;)
Liam war mir ehrlich gesagt ziemlich egal, er wirkt für mich übertrieben sympathisch, das wirkt übertrieben und alles andere als realistisch.
David war für mich der spannendste Charakter, leider kommt eh ziemlich spärlich in der Geschichte vor, die Autorin hätte seine Vorgeschichte und auch seine Erlebnisse auf der Insel mehr in das Buch einbauen sollen finde ich.

Cover
Das Cover gefällt mir wirklich sehr gut, vor allem das Cover der Hardcover Version ist echt schön und passt auch ziemlich gut zur Geschichte! Im Buchladen lockt es sicher einige Blicke an sich.

Fazit
Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen, auch wenn einige Punkte abgezogen werden. Die Geschichte war sehr spannend, von Anfang bis Ende mit Action vollgepackt und beinhaltet wirklich alles was man sich von einem apokalyptischen Jugendroman wünscht.