Mittwoch, 27. April 2016

Rezension - Fangirl

Autor: Rainbow Rowell
Titel: Fangirl
Erschienen:
Kaufen: Amazon
goodreads
Inhalt: Cath is a Simon Snow fan.
Okay, the whole world is a Simon Snow fan...
But for Cath, being a fan is her life—and she’s really good at it. She and her twin sister, Wren, ensconced themselves in the Simon Snow series when they were just kids; it’s what got them through their mother leaving.
Reading. Rereading. Hanging out in Simon Snow forums, writing Simon Snow fan fiction, dressing up like the characters for every movie premiere.
Cath’s sister has mostly grown away from fandom, but Cath can’t let go. She doesn’t want to.
Now that they’re going to college, Wren has told Cath she doesn’t want to be roommates. Cath is on her own, completely outside of her comfort zone. She’s got a surly roommate with a charming, always-around boyfriend, a fiction-writing professor who thinks fan fiction is the end of the civilized world, a handsome classmate who only wants to talk about words... And she can’t stop worrying about her dad, who’s loving and fragile and has never really been alone.
For Cath, the question is: Can she do this?
Can she make it without Wren holding her hand? Is she ready to start living her own life? Writing her own stories?
And does she even want to move on if it means leaving Simon Snow behind?



Meinung
Ich habe das Buch gleich nach Veröffentlichung zum ersten Mal gelesen und fand, dass sich Rowell eine wahrhaft süße Geschichte ausgedacht hat. Jedes Fangirl kann Caths Obsession mit "Simon Snow" wohl wirklich gut nachvollziehen, vor allem Harry Potter Fans werden einige Gemeinsamkeiten der Geschichte entdecken (nicht mit Fangirl, sondern Simon Snow).
Liest man einige andere Rezensionen durch wird schnell klar, dass einige Leser genau diese Gemeinsamkeiten gestört haben, ich fand es wirklich sehr passend, Harry Potter ist wie eine Art Bibel für mich und die Autorin hat genau diese Liebe zur Geschichte sehr gut dargestellt.

Inhalt
Auch wenn ich das Buch wirklich mochte muss ich gestehen, dass ich mehr erwartet hätte, versteht mich nicht falsch es war wirklich gut, aber auf andere Weise als gedacht.
Cath ist anfangs sehr abhängig von ihrer Zwillingsschwester Wren, diese Abhängigkeit hat mich anfangs wirklich gestört, Cath hat auf sich herumtrampeln lassen ohne jemals etwas dagegen zu sagen. Auch im Laufe der Geschichte ändert sich das leider nicht wirklich, Cath wird zwar erwachsener und unabhängiger ist sich in ihrer selbst aber leider nie sicher und vertraut ihren Instinkten nicht.
Auch von anderen Charakteren lässt sich die Protagonistin viel zu viel gefallen und wehrt sich einfach nicht, das hat mich mehr als einmal fast zur Weißglut gebracht.


Schreibstil
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, das Buch lässt sich schnell lesen und ist leicht zu verstehen. Was wünscht man sich mehr? Der Schreibstil ändert sich ein wenig je nachdem, ob man gerade ein Kapitel aus Simon Snow liest oder aus dem Leben der Protagonistin.
Für diejenigen unter euch die sich mit Simon Snow nicht anfreunden können: Ihr könnt die fanfiction vollkommen ignorieren und versteht trotzdem den Inhalt der Geschichte ;)


Charaktere
Was mich sehr an Cath gestört hat ist die Tatsache, dass sie nicht über ihren eigenen Schatten springen kann. Ich kann es zwar nachvollziehen, dass man vielen Situationen aus dem Weg gehen will, vor allem in neuen Umgebungen wenn man niemanden kennt und Angst davor hat sich nicht zurecht zu finden. Wirklich, ich kann das absolut nachvollziehen.
Aber wenn man sich für sehr lange Zeit in seinem Zimmer einsperrt und sich nur von Proteinriegeln ernährt um nicht in die Kantine zu gehen nimmt das ganze unschöne Ausmaße an. Außerdem, wie schon erwähnt, lässt sie sich zu viele Dinge gefallen und traut sich nicht zu wehren, denn manche Charaktere behandeln sie sehr unfair. Lediglich wenn es um Simon Snow geht beweist sie Rückrat und verteidigt sich gegenüber einer ihrer Professorinnen, aber bei Dingen die sie persönlich betreffen wird sie zur kleinen Maus und versteckt sich in einer Ecke.
Levi  ist ein sehr liebenswerter Charakter auch wenn er manchmal sehr übertrieben und unrealistisch wirkt. Kein Mensch ist so verständnisvoll wie Levi. Die Beiden haben aber eine wirklich sehr gute Dynamik miteinander, mit wirklich witzigen Dialogen.
Mein persönlicher Favorit ist Reagan, die Mitbewohnerin von Cath, ich konnte sie von Anfang an leiden und fand, dass sie ein wirklich sehr realistischer Charakter ist. Ich identifiziere mich meistens mit den sarkastischen Nebencharaktere.


Cover
Das Cover finde ich mehr als entzückend. Es passt sehr gut zur Geschichte, das Türkis im Hintergrund ist viel strahlender als auf dem Bild, in der Buchhandlung kann man es wirklich nicht übersehen.
Auch der Titel ist (offensichtlich) sehr passend für die Geschichte und gut gewählt.


Fazit
Fangirl ist eine wirklich sehr niedliche und gut geschriebene Geschichte, die ich wirklich jedem weiterempfehlen kann. Für mich war sie zwar nicht perfekt, einige Dinge haben mich sogar wirklich sehr gestört, aber alles in allem war das Buch wirklich gut.