Sonntag, 7. Februar 2016

Rezension - Taking Chances (Rant)

Autor: Molly McAdams
Titel: Taking Chances - Im Herzen bei dir 
OT: Taking Chances
Kaufen: Amazon / mtb Verlag 
Inhalt: Harper wächst unter dem strengen Regiment ihres Marine-Dads auf. Sie zählt die Tage, bis sie aufs College gehen kann, um endlich die Dinge zu erleben, von denen sie bislang nur gehört hat: Flirten, Daten, Küssen. Gleich auf der ersten Party trifft sie Chase, der all das ist, was ihr Vater hasst: sexy, wild, verwegen. Nur mühsam widersteht Harper seinem Bad-Boy-Charme. Obwohl sie sich kurz darauf in seinen attraktiven Mitbewohner Brandon verliebt, scheint ihr Körper jedes Mal vor Verlangen zu vibrieren, sobald Chase in der Nähe ist. Sie ist überglücklich mit Brandon, aber auch ihre Gefühle für Chase werden immer stärker. Ein unvergessliches Wochenende lang gibt sie der Versuchung nach – und plötzlich ist nichts mehr, wie es war …

ACHTUNG! Hierbei handelt es sich um einen Rant! Wer mich privat kennt weiß, dass meine Lieblingswaffe Sarkasmus ist und daran wird in dieser Rezension bei Weitem nicht gespart!  
Wem das Buch gefällt, oder wer sich auf das Lesen freut sollte lieber nicht weiterlesen! Stattdessen schaut euch lieber dieses Katzenvideo auf Youtube an! (Vertraut mir und schaut es euch bis zum Schluss an und dreht den Ton auf)

Meinung: 
Ich hab das Buch schon vor ein paar Jahren gelesen und fand es damals, soweit ich mich erinnern konnte, ganz okay. Einige Dinge blieben in Erinnerung, aber vieles habe ich in der Zwischenzeit vergessen. Da das Buch Anfang 2016 auf Deutsch veröffentlicht wurde und fast jeder davon spricht hab ich kurzerhand beschlossen es nochmal zu lesen! Ein großer Fehler!! Der einzige Grund wieso ich den Roman fertig gelesen hab ist, weil ich bei einer Challenge auf lovelybooks mitmache und ich mir Punkte für mein Team schnappen wollte! 

Der Inhalt selbst ist nichts neues! Junge unerfahrene Frau kommt aufs College und lernt dort einen Typen kennen zu dem sie sich unglaublich hingezogen fühlt, die Autorin legt noch einen drauf und packt gleich einen zweiten unbeschreiblich attraktiven Typen mit drauf, dem die Protagonistin auch nicht widerstehen kann. Es kommt zu einem ewigen hin und her, der Leser hat sich in der Zwischenzeit schon längst für einen der Beiden entschieden und zweifelt nur mehr an der Protagonistin! Und plötzlich, als ob es nicht schon genug Drama geben würde, setzt die Autorin noch einen drauf und erhofft sich somit den Leser zu schocken. Das kann zwar gelingen, ist in diesem Fall aber leider in die Hose gegangen... 

Die Protagonistin ist mit Abstand eine der Nervigsten die mir je in einer Geschichte begegnet sind, ich habe noch nie das so starke Bedürfnis verspürt jemanden von einer Klippe zu stoßen! Das ewige hin und her zwischen Chase und Brandon war beim ersten Mal noch ganz ok, aber nach einiger Zeit konnte ich einfach nur mehr die Augen verdrehen!
Im Endeffekt verwendet sie immer die gleichen Argumente für beide Typen - sie will den jeweils anderen nicht verletzten! Ist ja auch ok, sogar sehr okay, aber deswegen mit den beiden praktisch zu spielen ist einfach nur zum Haare ausreißen! 
Zuerst fühlt sie sich nur zu Chase hingezogen, ist aber in Brendon verliebt und plötzlich BOOM gesteht sie auch Chase ihre Liebe tut aber gleichzeitig so als wäre alles Friede, Freude, Eierkuchen. 
Und wie kann Chase es wagen sie zu ignorieren? Sie will doch immerhin, dass sie Freunde sind und kann sich einfach nicht erklären warum er das nicht möchte. Zuerst küsst sie Chase und sofort danach, während er neben ihr steht, telefoniert sie mit ihrem Freund und sagt ihm, dass sie ihn liebt. Ich weiß auch nicht wieso Chase ein Problem damit haben könnte... Ein Fall für Galileo Mystery. 

Und Brendon hat natürich keinen Grund eifersüchtig zu sein, das bestätigt sie ihm immer wieder, denn zwischen Chase und ihr läuft ja nichts, das muss er doch wissen! Wie kann er das nicht wissen? Sie liebt doch nur ihn!!! Die Arme... 
Sie sagt Chase, dass sie Zeit braucht um ihre Gefühle zu ordnen, er soll sie ihn Ruhe lassen, sie muss jetzt mit Brandon Zeit verbringen. Das tut der arme Kerl dann auch, nach einem Monat fragt er ganz schüchtern was denn nun ihre Entscheidung ist, und was macht sie? Sagt ihm doch beinhart, dass sie das gar nicht wollte, er hätte für sie kämpfen sollen, verdammt nochmal! Wieso hat er denn nicht für sie gekämpft, es war doch offensichtlich, dass er das hätte machen sollen, er hätte ihr zeigen sollen, dass er sie liebt!
Genau Chase, wieso hast du auch das getan was sie dir gesagt hat, wieso hast du sie in Ruhe gelassen nachdem sie dich darum gebeten hat? Du hättest kämpfen sollen. Das war doch selbstverständlich, noch offensichtlicher hätte sie es ja wirklich nicht sagen können! 


Und natürlich ist sie eine von der Sorte Frauen, die keine Ahnung haben wie attraktiv sie sind. Jeder findet sie absolut geil und natürlich sind mehrere Typen verliebt ihn sie! Sie ist nun mal eine besondere Schneeflocke! Sie ist ja auch nicht wie andere Mädchen, unsere liebe Protagonistin! Nein, natürlich nicht, das will sie auch nicht! Verständlich, wer will schon ein Mädchen sein? Wer will sich mit anderen Frauen in geringster Weise identifizieren können! Also ich nicht, und die Protagonistin schon gar nicht! 

Der Plot Twist der Geschichte hat bei mir einfach nur für Entsetzen gesorgt. Aber nicht die gute Art von Entsetzen bei dem man "Oh nein..." flüstert, bevor das Buch langsam zugeschlagen wird, und man für einige Minuten an die Wand starrt, während man versucht das Flaue Gefühl im Magen zu unterdrücken, denn man weiß genau gleich geht's richtig ab.
Nein. Hierbei handelt es sich um die Art von Entsetzen bei welchem man bereut jemals von dem Buch gehört zu haben! Besagtes Buch möchte man dabei am liebsten verbrennen und sich im Anschluss bei den Bäumen entschuldigen, die dafür gefällt wurden. 
Für mich hatte es den Anschein als wüsste die Autorin selbst nicht wie sie sich aus dem Schlammassel retten soll, in welches sie sich rein geritten hat! Beim Schreiben dachte sie sich dann wohl, dass es sich um etwas Neues handelt, kein Liebesdreieck wurde bisher so gelöst, die Idee muss sie verwenden! Ja, der Grund wieso die Idee noch nicht verwendet wurde ist, weil sie absolut bescheuert ist!!! 

Der Schreibstil war gar nicht so schlecht, ich würde ihn nicht als gut beschreiben, die Autorin hat auf jeden Fall Talent, vergeudet das aber leider bei diesem Roman! Schade, sie hätte wirklich potential! Das Buch liest sich wahnsinnig schnell und ist auch ziemlich leicht und verständlich geschrieben! Einem Englisch-Anfänger würde ich es zwar nicht empfehlen, dennoch muss man nicht perfektes Englisch können um der Geschichte folgen zu können. 

Am liebsten würde ich dem Buch 0 Stern geben, aber zumindest der Schreibstil hat einen Stern verdient, da er wirklich nicht schlecht ist und die Autorin sehr großes Potential hat. 

Für das Cover der deutschen Auflage wurde direkt das des englischen Originals verwendet, mir persönlich gefällt es nicht, aber es passt zu der Art von Geschichte die hier geschrieben wurde und ist auch eine gute Repräsentation für das Buch selbst.

Fazit:
Ich glaube mein Fazit ist ziemlich eindeutig! Es ist gerade mal Februar und ich weiß jetzt schon, dass dieses Buch eines schlechtesten, wenn nicht sogar das Schlechteste, des Jahres 2016 ist. 


[rant over]