Mittwoch, 7. Oktober 2015

Rezension - Alice im Zombieland


Autor: Gena Showalter
Titel: Alice im Zombieland
OT: Alice in Zombieland
Genre: YA Fantasy 
Kaufen: Amazon

Inhalt:
Alice Vater war immer schon paranoid und hatte Angst vor den Monstern welche in der Welt lauern. Die ganze Familie darf das Haus nicht verlassen sobald es dunkel draußen ist und Friedhöfe sind ein no-go. Alice hat sich mehr oder weniger damit abgefunden kein normales Leben zu führen solange sie unter dem gleichen Dach wie ihr Vater lebt, doch als ihre keine Schwester unbedingt an einer Tanzaufführung an der Schule teilnehmen will hat Alice endgültig die Nase voll und schafft es ihre Eltern dazu zu überreden einen Abend länger als Sonnenuntergang draußen zu verbringen.
Was sie jedoch nicht wissen konnte ist, das dies schreckliche Konsequenzen mit sich trägt. Nach einem Autounfall bei dem ihre gesamte Familie ums Leben kommt lernt Alice, dass ihr Vater doch nicht verrückt ist und das Monster tatsächlich existieren.
Sie zieht zu ihren Großeltern und besucht eine neue Schule, an dieser sind sogenannte Slayer, welche ihr ganzes Leben der Jagd nach Zombies gewidmet haben. Auch Alice wird Teil der Gruppe um Zombies zu töten und den Tod ihrer Familie zu rächen... 


Meinung: 
Alice in Zombieland ist ein Buch, das man entweder liebt oder hasst, ich glaube man findet hierzu kaum Meinungen im Mittelmaß.
Das liegt zum einen wahrscheinlich daran, dass das Buch recht wenig mit der originalen Geschichte zu tun hat. Einige Parallelen lassen sich zwar finden aber einen großen „Oh…“ Moment gibt es leider keinen. Die Geschichte spielt nicht in einem Wunderland, sondern in unserer Welt, in welcher sich Zombies befinden! Das wohl auffälligste Motiv das zu finden ist, ist eine Wolke in Form eines Hasen welche zu bestimmten Zeiten auftaucht. Zum anderen liegt es, denke ich auch daran, dass das ein großer Teil des Buches eine Liebesgeschichte ist!
Die Zombie-Aktion kommt dabei zwar nicht zu kurz, aber dennoch hat die Liebesgeschichte in dem Buch einen großen Stellenwert! Was eigentlich nicht wundern sollte wenn man Showalters andere Bücher kennt. Meiner Meinung nach hat Showalter eine gute Balance zwischen Zombies und Liebe gefunden, wer jedoch eine blutige Zombie-Geschichte im Stil von Alice im Wunderland sucht wird hier jedoch leider enttäuscht.

Die Protagonistin Alice fand ich persönlich erträglich, ich hasse sie zwar nicht aber so richtig leiden kann ich sie auch nicht. Ich denke das liegt daran, dass sie teilweise einfach nur hormongesteuert ist und nicht über die Konsequenzen ihrer Taten nachdenkt. Wie schon gesagt, wer keine Liebesgeschichte in einem Buch von Showalter erwartet hat ist zum Teil selbst schuld, aber ich finde, dass es manchmal sehr übertrieben war.
Natürlich ist Cole, das Objekt der Liebe (lol) unglaublich gut aussehend, dominat und hat das Sagen, und natürlich ist Alice das einzige Mädchen das ihn jemals wirklich interessiert hat bla bla bla… wir kennen das alles schon aus so ziemlich jedem anderen Teenie Roman.

Showalter hat mehr oder weniger die altbekannten Stereotypen genommen und sie in ihre Geschichte eingebaut. Die Protagonist in ein 16 jähriges Mädchen, das noch nie wirkliches Interesse an Typen hatte und nun natürlich den Mann ihrer Träume kennenlernt, welche im Gegenzug nur oberflächlich Interesse an seinen Ex-Freundinnen hatte. Die Ex-Freundin ist eine Rachsüchtige Furie die ihr Revier markieren will und noch sehr gut mit dem Ex befreundet ist.
Die beste Freundin ist quirky, witzig und liebenswert. Wie sollte es auch anders sein?
Das führt dazu, dass man beim Lesen keine wirkliche Bindung zu den Charakteren aufbauen kann. Da ich die anderen Teile der Reihe schon gelesen habe weiß ich, dass sich das, zumindest bei mir, ändert.

Der Schreibstil ist meiner Meinung nach wirklich angenehm und leicht gehalten. Das Buch ist schnell zu Ende gelesen und ich hatte das Verlangen nach mehr!! Das Cover hat, genau wie die Inhaltsangabe, wenig mit der Geschichte zu tun, dennoch finde ich es wirklich sehr schön wenn auch nicht unbedingt ansprechend.

Fazit:
Auch wenn es viele Aspekte gibt die mir an dem Buch nicht gefallen habe so hat mich die Geschichte dennoch gefe
sselt und ich musste Alice in Zombieland fertig lesen, Schlaf ist unwichtig!
Ich kann verstehen, dass viele Leser enttäuscht sind vom tatsächlichen Inhalt, ich hätte mir auch eine etwas andere Geschichte gewünscht von Enttäuschung kann dennoch nicht die Rede sein. Ich habe mich in die Geschichte und den Schreibstil verliebt und würde das Buch immer wieder lesen.

5 von 5 Sternen.