Donnerstag, 3. September 2015

Rezension - Die Königin der Schatten


Autor: Erika Johansen
Titel: Die Königin der Schatten
OT: Queen of the Tearling
Genre: YA Fantasy 
Kaufen: Amazon

Inhalt:
Als Kelsea Glynn an ihrem neunzehnten Geburtstag den Thron des magischen Königreiches Tearling besteigt, tritt sie ein schweres Erbe an: Die mächtige Herrscherin des Nachbarlandes Mortmesne bedroht Tearling, das eigene Volk begegnet ihr mit Misstrauen, und an ihrem Hof findet sie einen Sumpf von Machtgier, Lügen und Intrigen vor. Kelsea weiß, sie darf sich keinen einzigen Fehler erlauben, wenn sie überleben will. Sie wird all ihren Mut, ihre Klugheit und Stärke brauchen, um eine wahre Königin zu werden – die legendäre Königin von Tearling . . .

Neunzehn Jahre lang führte die junge Prinzessin Kelsea Glynn ein abgeschiedenes Leben in der Obhut ihrer Pflegeeltern. Nun ist der Tag gekommen, an dem sie von der Leibwache ihrer verstorbenen Mutter an den Königshof zurückeskortiert wird, um die Herrschaft über das magische Königreich Tearling anzutreten. Doch Tearling ist ein armes Land, ständig bedroht von seinem mächtigen Nachbarn Mortmesne. Um ihre Herrschaft zu sichern, schloss Kelseas Mutter einst einen verhängnisvollen Pakt. Einen Pakt, dessen Konsequenzen Kelsea nun zu spüren bekommt, denn es trachtet ihr nicht nur die Rote Königin von Mortmesne nach dem Leben, auch ihr Hofstaat, schlimmer noch, ihr eigenes Volk misstraut ihr. Nur wenn sie einen Weg zu ihrem magischen Erbe findet, kann Kelsea ihre Untertanen vor Mortmesne schützen. Falls sie lange genug auf dem Thron sitzt. Falls sie lange genug überlebt . . .

Meinung: 
Das Buch an sich war wirklich nicht schlecht, was mich jedoch immer wieder aufs neue aufgeregt hat ist die Tatsache, dass ihr niemand Informationen über ihre Mutter, ihr Land etc. zu Verfügung stellt, welche wichtig sind um ein Land zu regieren. Was mich jedoch am meisten gestört hat ist, dass sich Kelsea keine Mühe gibt die Informationen auf irgendeine Weise zu erlangen!? Sie fragt gefühlte 5 Menschen, jedoch werden ihr alle Informationen verschwiegen, doch anstatt andere Quellen, welcher Art auch immer, zu finden scheint sie keinen weiteren Gedanken mehr daran zu verschwenden. Sie tut nichts, gibt sich keine besondere Mühe, um Antworten zu erhalten.

Als Leser erfährt man wenig über das Universum, in welchem die Geschichte spielt. Einerseits scheint die Geschichte in einer Art Mittelalter zu spielen, es gibt Könige, das Transportmittel sind Pferde etc. andererseits gibt es jedoch Bücher von „früher“ bei welchen es sich z.B. um die Harry Potter Reihe oder die Herr der Ringe Trilogie handelt. Denn Tearling soll ein Königreich sein, dass komplett auf moderne Technologien verzichtet, es fehlt jedoch an einem Übergang zwischen neu und alt. Und einen Grund für den Verzicht erhält der Leser ebenfalls nicht. Man bekommt keine weiteren Informationen außer, dass es ein „Crossing“ gab. Was genau dazu geführt hat und was genau dieses Crossing (außer die Besiedlung) ist wird jedoch nicht erklärt. Im Laufe der Geschichte konnte ich mir zwar ein Bild darüber machen, ganz klar ist mir jedoch die Geschichte des Universums noch immer nicht.

Die Inhaltsangabe auf goodreads verrät mehr über die Welt als das Buch selbst:
„Kelsea's forefathers sailed away from a decaying world to establish a new land free of modern technology.” Dies ist auch verständlich jedoch wäre es nett gewesen mehr über die Geschichte zu erfahren. Die typischen W-Fragen, die wir alle schon in der Schule gehasst haben, wurden nicht beantwortet.

Gut waren jedoch die verschiedenen Persönlichkeiten der Geschichte, Johansen konnte mir mit ihrem Schreibstil mehr als einmal ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Ihre Charaktere sind nicht eindimensional und unterscheiden sich auch voneinander. Die Dialoge sind witzig geschrieben und jeder Charakter hat eine eigene Art zu reden. 

Die Welt, in welcher die Geschichte spielt ist, mit den Informationen welche ich im Laufe der Geschichte erhalten habe, sehr interessant. Das Zusammentreffen von halb fiktionaler, moderner Vergangenheit mit der, in diesem Fall, altmodischen Gegenwart war sehr interessant zu lesen, jedoch fehlen wie gesagt Übergänge. Es werden keinen Zusammenhänge hergestellt. 

Fazit:
Das Buch selbst ist wirklich interessant und ich bereue den Kauf nicht. Dennoch hatte ich beim Lesen teilweise das Gefühl als würde Johansen selbst nicht wissen, wo ihre Geschichte hinführen soll.

Nichts desto trotz war das Buch nicht schlecht, es gibt viele Punkte die weiter ausgearbeitet werden müssen, vielleicht erfährt der Leser mehr im zweiten und dritten Teil der Trilogie, jedoch hat mich das erste Buch nicht dazu animiert die Trilogie weiterzulesen.

3 von 5 Sternen